Heilpflanzen-Säfte können den Stoffwechsel auf sanfte Weise unterstützen – besonders dann, wenn sie strukturiert und über einen begrenzten Zeitraum eingesetzt werden. Wichtig ist dabei ein klarer Plan, damit der Körper nicht überfordert wird, sondern gezielt profitieren kann. Im Folgenden stelle ich Ihnen eine sechswöchige Saft-Kur vor, die in drei aufeinander aufbauenden Blöcken durchgeführt wird. So wenden Sie die einzelnen Säfte richtig an und nutzen ihre Wirkung optimal.
Bei Typ-1- und Typ-3-Diabetes versagen Pflanzensäfte. Anders sieht die Sache beim Typ-2-Diabetes aus. Hier müssen wir unterscheiden nach der Schwere des Diabetes.
- Das Vorstadium (leicht erhöhte Blutzuckerwerte) können Sie mit Pflanzensäften sehr gut therapieren.
- Ist der Diabetes ausgeprägter, können Sie mit Pflanzensäften die Therapie verbessern. So kann die Dosis von Diabetes-Medikamenten reduziert werden. Oder Sie schaffen es, Ihren Langzeit-Blutzucker weiter zu verbessern.
Gut zu wissen
Bei Typ-1-Diabetes hat eine Autoimmunerkrankung die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Die Betroffenen müssen immer Insulin von außen zuführen (Pen, Spritze oder Pumpe).
Bei Typ-3-Diabetes haben andere Umstände zur Zerstörung der Betazellen geführt. Denken Sie an Operationen, Krebs, Medikamenten-Nebenwirkungen oder Verletzungen.
Typ-2-Diabetes zeichnet sich durch einen relativen Insulinmangel aus. Die Betroffenen haben eine Resistenz gegen das eigene Insulin und sind meist übergewichtig. Beide Problemfaktoren können auf natürliche Art mit der sogenannten Basistherapie verschwinden. Dann bessert sich der Blutzucker.
Dazu setzen Sie auf eine gesunde Ernährung, gehen Stress aus dem Weg und bewegen sich ab und an. Die Basistherapie könnte in 9 von 10 Fällen helfen. Die Betroffenen kommen dann ohne explizite Medikamente auf gesunde Blutzuckerwerte.
Starten Sie Ihre Saftkur gegen Diabetes
Ihre persönliche Diabetiker-Heilpflanzen-Saftkur besteht aus drei Blöcken, die jeweils 2 Wochen andauern (ingesamt 6 Wochen).
- Im ersten Block setzen Sie auf Bohnen-, Sauerkraut- und Selleriesaft. Bohnensaft ist wasserableitend und entlastet Ihren Kreislauf. Sauerkrautsaft gilt seit Langem als volksheilkundliches Diabetesmittel. Selleriesaft bringt den Stoffwechsel auf Trab. Sie trinken morgens Bohnensaft, mittags Sauerkrautsaft und abends Selleriesaft.
- Im zweiten Block verzehren Sie morgens Wermut-, mittags Sauerkraut- und abends Zwiebelsaft. Wermut steigert den Grundumsatz und erleichtert einen Gewichtsverlust. Zwiebelsaft kann das auch und enthält zudem das Glucokinin. Dieses wirkt ähnlich wie Insulin und senkt den Blutzucker.
- In Woche 5 und 6 gibt es morgens Brennnesselsaft, mittags Sauerkrautsaft und abends einen Wacholdertrunk. Auch Brennnesselsaft erhöht den Grundumsatz. Wacholder hingegen wirkt einfach belebend auf den ganzen Körper.
- Von allen Säften (außer dem Wacholdertrunk) genießen Sie „pro Schuss“ 2 cl. Das entspricht einem normalen Schnapsglas, welches „ordentlich“ aufgefüllt ist. Alternativ können Sie auch 4 TL verwenden. Verdünnen Sie immer mit der gleichen Menge Wasser.
- Der Wacholdertrunk muss bio und möglichst unverarbeitet sein. Meine Produktempfehlung finden Sie in einem anderen Artikel dieser Ausgabe unter dem Stichwort „Wacholder“.