Sulfonylharnstoffe sind seit den 1950er-Jahren auf dem Markt. Sie senken den Blutzucker effektiv, sind gut verträglich und nicht zuletzt sehr preisgünstig. Doch das Deutsche Ärzteblatt warnt in einer aktuellen Ausgabe vor dem Einsatz: Die Verordnungen der Tabletten sind seit 2014 um ein Drittel gesunken. Aktuell liegen Sulfonylharnstoffe noch auf Platz 5. Die vorderen Plätze gehen an: Metformin, SGLT-2-Inhibitoren, DPP-4-Hemmer und GLP-1-Agonisten. Im Prinzip können die neuen Diabetes-Medikamente alles noch besser. Bekannte Markennamen von Sulfonylharnstoffen sind: Amaryl, Euglucon N, Glucobene, Normoglucon oder Glimepirid sowie Glibenclamid
Mein Tipp
Ihre eigene Bauchspeicheldrüse muss noch Insulin herstellen können, damit Sulfonylharnstoffe wirken. Hässliche Nebenwirkungen sind übrigens Unterzuckerungen und eine Gewichtszunahme. Die Einnahme von Sulfonylharnstoff verbietet sich, wenn Sie kaputte Nieren oder ein schwaches Herz haben. Sprechen Sie Ihren Hausarzt darauf an. Noch besser als jegliche Diabetes-Tabletten ist die natürliche Therapie von Diabetes: gesundes Essen, Stress vermeiden und regelmäßige Bewegung.