Wie Sie als Diabetiker Aprikosen gesund genießen

Wie Sie als Diabetiker Aprikosen gesund genießen © Printemps, Adobe Stock

Aprikosen tragen auch die Bezeichnung Marillen oder Maleten. Aprikosen sind Steinfrüchte. Die Menschen bauen schon seit der Antike Aprikosen an. Auch für Menschen mit Diabetes können Aprikosen eine sinnvolle Ergänzung des Speiseplans sein. Doch wie so oft kommt es auf die Details an. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten und wie Sie von den Gesundheitsvorteilen profitieren.

Obst gilt grundsätzlich als gesund – doch es lohnt sich ein genauer Blick. Neben Vitaminen enthalten Früchte auch immer Fruchtzucker. Vor allem große Mengen an Fruchtsaft können problematisch sein, da der Zucker schnell ins Blut gelangt und den Blutzucker steigen lässt. Zudem kann übermäßiger Fruchtzucker die Leber belasten. Für Sie als Diabetiker gilt: Obst bewusst auswählen und in Maßen genießen.

Der richtige Umgang mit Obst

Trotzdem dürfen (und sollen) Sie als Diabetiker Obst essen. Doch Ihre Verzehrmenge sollte am Tag maximal 150 g betragen. Greifen Sie immer zum echten Obst anstatt zu Säften, Smoothies & Co. Setzen Sie außerdem auf die richtigen Obstsorten. Zum Beispiel Aprikosen, diese heben Ihren Blutzucker nicht so stark, wie dies zum Beispiel die Ananas tut. Bei der richtigen Auswahl der Obstsorten hilft Ihnen der Blick auf „GI“ und „GL“ (s. Kasten).

Gut zu wissen

Der Glykämische Index (GI) gibt Auskunft über die Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf Ihren Blutzucker. Traubenzucker hat einen GI von 100. Ananas kommen auf 60. Aprikosen auf 30. Gemüse kommt durchschnittlich auf 15 und Wasser hat einen GI von 0. Hier gilt: Je niedriger, umso besser.

Die Glykämische Last (GL) ist für Ihren Blutzucker noch wichtiger als der GI. Denn die GL beachtet die Dichte an Kohlenhydraten im Lebensmittel.

Die Nährwerte von Aprikosen (pro 100 g)

42 Kalorien, kein Fett, 9,0 g Kohlenhydrate (davon 9,0 g Zucker), 1,0 g Ballaststoffe, 1,0 g Eiweiß.

Diese Nährstoffe stecken in Aprikosen

  1. Kalium: normalisiert Ihren Blutdruck. Das Nervensystem und Ihre Muskulatur benötigen Kalium. Aprikosen enthalten 280 mg Kalium pro 100 g. Vorsicht, wenn Ihre Nierenfunktion sich verschlechtert hat.
  2. Eisen: Eisen ist lebensnotwendig für den Transport und die Speicherung von Sauerstoff in Ihrem Blut. Die menschlichen Zellen können sich nur teilen, wenn genügend Eisen vorhanden ist. Eisen hilft außerdem gegen Müdigkeit und Konzentrationsstörungen und unterstützt das Immunsystem. Aprikosen enthalten 0,7 mg Eisen pro 100 g.
  3. Carotin: auch Provitamin A genannt. Unser Körper kann aus Carotin Vitamin A herstellen. Dieses wird für Haut und Augen benötigt. In 100 g Aprikosen stecken 1,6 mg Carotin.
  4. Vitamin B1, B2, C, Calcium, Phosphor: Diese fünf Stoffe braucht Ihr Körper für den Stoffwechsel, die Bereitstellung von Energie, das Immunsystem, die Zahn- und Knochengesundheit.

Achtung

Kaufen Sie keine Aprikosen in der Dose, darin sind Unmengen an Zucker enthalten. Im Vergleich zu frischen Aprikosen verschlechtern sich folgende Parameter:

  • Der Glykämische Index steigt von 30 auf 60.
  • Der Kohlenhydrat-Gehalt klettert von 8,5 auf 72 g pro 100 g.
  • Die Glykämische Last beträgt 43 statt 2,6.

Genießen Sie Kerne und Saft mit Vorsicht

  • Aprikosenkerne sollten Sie nicht verzehren. Sie enthalten Amygdalin. Im Darm kann daraus giftige Blausäure entstehen. Insbesondere bittere Aprikosenkerne sind problematisch und können bereits in kleinen Mengen gesundheitsschädlich sein.
  • Fruchtsaft ist immer eine Kalorien- und Zuckerbombe. Das gilt auch für Fruchtsaft aus Aprikosen. Trinken Sie keinen Fruchtsaft!