Drei heimische Pflanzensäfte für Ihre Gesundheit

Drei heimische Pflanzensäfte für Ihre Gesundheit © agephotography, Adobe Stock

Die bisher beschriebenen Pflanzensäfte können Sie in der eigenen Küche nur beschwerlich herstellen. Hafersaft zum Beispiel können Sie gar nicht selbst herstellen. Experimentieren Sie unbedingt mit den drei besten Pflanzen für Entsaftungs-Anfänger: Brennnessel, Löwenzahn und Petersilie. Erfahren Sie hier, wie Ihnen köstliche Säfte gelingen.

Brennnessel

Jeder von Ihnen kennt die mit dichten Nesselhaaren besetzte und 1,50 m hoch wachsende Große Brennnessel. Denn sie wächst überall wild. Übrigens stehen männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen. Wirksame Bestandteile in der Brennnessel sind Gerbstoffe, Lezithin, Chlorophyll, Glykoside (Quercetin, Kämpferol, Beta-Sitosterin), Mineralstoffe, Vitamine und Kieselsäure.

Die Wirkung: Brennnessel verbessert hauptsächlich das Blut. Denn die Brennnessel reinigt das Blut. Gleichzeitig wirkt die Brennnessel leicht harntreibend und entzündungshemmend bei Ausschlägen der Haut. Die Brennnessel hat außerdem die schöne Eigenschaft, den Stoffwechsel zu steigern. Schon seit Jahrhunderten setzt die Naturmedizin deshalb Brennnesseln als Frühjahrs-Kurmittel ein. Übrigens meistens zusammen mit Löwenzahn.

Dosierung: Sie nehmen vier Wochen lang täglich dreimal 1 EL Vollsaft ein und verdünnen jeweils mit der fünffachen Menge Wasser.

Meine Produktempfehlung: Naturreiner Heilpflanzensaft von Salus Pharma, 600 ml für 16 Euro.

Löwenzahn

Auch den Löwenzahn kennt jedes Kind, denn es ist ein weitverbreitetes Wiesen- und Gartenkraut. Die Wirkstoffe in der Pflanze wechseln mit der Jahreszeit sehr stark. Deswegen sollten Sie Löwenzahn gleich zu Beginn der Saison ernten. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Bitterstoffe, Taraxin, Cholin, Schleim, Proteine, Enzyme, Mineralstoffe und Vitamine. Die Franzosen schätzen die jungen Löwenzahnblätter im Frühling als lecker schmeckenden Salat. Die Blätter schmecken im Frühling nämlich noch nicht bitter. Denn der Bitterstoff des Löwenzahns befindet sich in dieser Zeit noch überwiegend in der Wurzel.

Die Wirkung: Löwenzahnsaft wirkt stark anregend auf Leber und Galle und unterstützt damit die natürliche Entgiftung des Körpers. Gleichzeitig fördert er die Verdauung und hilft, Stoffwechselprodukte besser auszuscheiden. Besonders bei träger Verdauung, Völlegefühl und Blähungen kann Löwenzahnsaft spürbare Erleichterung bringen. Indirekt profitiert auch der Blutzucker.

Dosierung: Sie nehmen vier Wochen lang täglich dreimal 1 EL mit der fünffachen Menge Wasser ein.

Meine Produktempfehlung: Schoenenberger Saft von Salus Pharma, 600 ml für 16 Euro.

Petersilie

Bauern kultivieren das Wildkraut Petersilie seit vielen Jahrhunderten. Die Deutschen setzen Petersilie meist als Würzmittel ein. Die wirksamen Bestandteile der Petersilie sind ätherische Öle, Glykoside, Schleim, Mineralstoffe sowie winzige Spuren Apiol. Apiol ist ein Gift, die Konzentration in der Petersilie ist aber so gering, dass es keinesfalls zu einer Vergiftung, sondern ganz im Gegenteil zu einer Anregung des Stoffwechsels kommt.

Die Wirkung: Die Naturmedizin setzt Petersilie gerne gegen die Reizblase, Entzündungen der Haut, Entzündungen der Harnwege und Leberschwäche ein. Eine Kurzkur mit Petersiliensaft empfehle ich Ihnen, wenn Sie Ihre Drüsen und Lymphknoten aktivieren wollen. Ebenso, wenn Sie unter einer leichten Infektion leiden. Auch wenn Sie Ihre Harntätigkeit zur Ausscheidung von abgestorbenen Erregern und deren Giften anregen wollen.

Meine Produktempfehlung: Naturreiner Pflanzensaft von Salus Pharma, 200 ml für 7 Euro.

Gut zu wissen

Nur in absurden Mengen kann Petersilie zu Reizungen der Harnorgane führen. Nehmen Sie Petersilien-Cocktails nicht bei akuten Nieren- und Harnwegsentzündungen ein.

Dosierung: Sie nehmen zehn Tage lang täglich dreimal 1 EL Petersiliensaft und füllen jeweils mit der fünffachen Menge an Wasser auf.

So pressen Sie Säfte selbst

Pflanzensäfte können Sie auch Zuhause herstellen.

  • Verwenden Sie nur frische und saubere Pflanzen.
  • Pressen Sie die Pflanzen möglichst schonend.
  • Wichtig ist die gewonnene Saftmenge: Trockene Kräuter, wie Brennnessel ergeben mehr Saft mit etwas Apfel oder Gurke.

Meine Empfehlungen für Entsafter:

Für Heilpflanzen eignen sich folgende Geräte:

  • Manuell mit Kurbel: Lurch Base&Soul, 60 Euro.
  • Sehr schnell, auch bei hartem Gemüse: Bosch VitaJuice 4 MES4010, 165 Euro.
  • Mit Selbstreinigungsfunktion: Kenwood JMP400WH für 150 Euro.