Viele unserer heutigen Gemüse- und Obstsorten wurden über Jahrzehnte auf Größe, Süße und Ertrag gezüchtet. Dabei gingen wertvolle Bitterstoffe verloren. Es gibt jedoch eine Pflanze, die seit Jahrzehnten nahezu unverändert wächst und bis heute reich an diesen gesundheitsfördernden Stoffen ist: der Löwenzahn. Er ist essbar, schmeckt als Salat hervorragend und unterstützt Ihren Stoffwechsel. Besonders für Menschen mit Diabetes ist Löwenzahn eine einfache und natürliche Hilfe.
Sie können Löwenzahn von März bis Oktober ernten. Löwenzahn schmeckt wunderbar bitter. Das verhindert Heißhungerattacken auf Süßes. Dieser Effekt alleine ist für Sie als Diabetiker schon Gold wert. Je mehr Löwenzahn Sie essen, desto besser werden Ihre Blutzuckerwerte sein!
7 Gesundheitsvorteile von Löwenzahn
- Löwenzahn hilft bei Diabetes.
- Löwenzahn hilft bei Verdauungsbeschwerden. Vor allem steigert Löwenzahn die Sekretion von Magensaft und wirkt krampflösend.
- Löwenzahn hilft Leber und Galle. Die Gallenflüssigkeit bleibt dünnflüssig. Das Risiko für eine Fettleber sinkt.
- Löwenzahn kämpft gegen Krebs. Einige Studien belegen die Wirksamkeit von Löwenzahn bei Brust- und Prostatakrebs. 2011 berichtete die Fachzeitschrift Journal of Ethnopharmacology über einen erfolgreichen Laborversuch von Löwenzahn gegen Leukämie.
- Löwenzahn kämpft gegen Zellstress. Geraten die Körperzellen in oxidativen Stress, sind Krankheiten die Folge. Am Ende kann Krebs ausbrechen. Löwenzahn hat eine ähnlich starke antioxidative Wirkung wie Kurkuma.
- Löwenzahn ist ein harntreibendes Mittel. Im Gegensatz zu harntreibenden Tabletten versorgt Löwenzahn Ihren Organismus mit wichtigen Mineralstoffen (insbes. Kalium). Trotz Diurese (Wasserlassen) bleibt Ihr Elektrolytverhältnis intakt.
- Die Naturheilkunde setzt Löwenzahn bei diesen Beschwerden ein: Allergien, Appetitlosigkeit, Arteriosklerose, Bronchitis, Ekzeme, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Gallensteine, Gelenkerkrankungen, Gicht, Hämorrhoiden, Hautleiden, Husten, Kopfschmerzen, Rheuma, Wechseljahrbeschwerden.
Löwenzahn lindert Alltagsbeschwerden
Hühneraugen, Hornhaut, Warzen, Insektenstiche, schlecht heilende Wunden und andere Hautprobleme sind eine Indikation für die äußerliche Anwendung von Löwenzahn. Dazu pressen Sie aus Ihrem Löwenzahn den Saft heraus. Dazu brauchen Sie einen sehr leistungsfähigen Entsafter oder besser eine sogenannte Graspresse. Meine Produktempfehlung: Healthy Juicer von Lexen für 52 Euro. Entsaften Sie Ihren Löwenzahn immer frisch vor Ihrer äußerlichen Anwendung. Ein paar Milliliter Saft pro Anwendung reichen völlig aus.
So leicht verarbeiten Sie Löwenzahn
- Pflücken Sie Ihren Löwenzahn einfach selbst. Suchen Sie ihn auf einer Wiese, die nicht vom Bauern gedüngt und nicht von Hundebesitzern aufgesucht wird. Ernten Sie Ihren Löwenzahn nicht auf den Grünstreifen neben einer Autobahn.
- Die ganze Pflanze ist essbar. Verwenden Sie am Anfang nur die grünen Blätter. Diese können Sie wie Rucola behandeln.
Die Nährwerte von Löwenzahn (pro 100 g)
29 Kalorien, 0,6 g Fett, 2,4 g Kohlenhydrate (davon 1,1 g Zucker), 3,1 g Ballaststoffe, 3 g Eiweiß
Gut zu wissen
Aperitif aus Löwenzahnblüten: Die Herstellung ist einfach. Legen Sie 30 g Löwenzahnblüten in einen halben Liter trockenen Weißwein ein. Lassen Sie dies 60 Minuten ziehen. Filtrieren Sie die Blüten ab und genießen ein Gläschen vor dem Essen.